Stosswellen versus Druckwellen:

Medizinische Anwendungen

Ballistische Druckwellen

Ballistisch erzeugte Druckwellen werden, wie oben beschrieben, mit Hilfe eines einfachen mechanischen Stössels auf der Hautoberfläche erzeugt: Durch die Auslenkung des Stössels um den Bruchteil eines Millimeters wird die Haut und das darunter liegende Gewebe deformiert und die Druckstörung in den Körper eingeleitet.

Die höchste Belastung des Gewebes erfolgt an der Eintrittsstelle der Haut.

Auf Grund der Pulslänge kann im Bereich des gesamten Körpers keinerlei Fokussierung erfolgen. Die eingeleitete akustische Energie nimmt mit zunehmender Gewebetiefe (r) proportional 1/r2 rasch ab.

Nach wenigen Millimetern ist die Energiedichte auf Werte abgesunken, die therapeutisch unwirksam sind.

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Stosswellen

Alle heutigen Geräte, die Stosswellen im oben definierten Sinn benutzen, haben Fokussierungseinrichtungen. Gebräuchlich sind Linsen und verschiedene Arten von Reflektoren. Als Beispiel ist eine elektromagnetische Zylinderquelle mit Paraboloid-Reflektor dargestellt.

Diese Art der Fokussierung ist aber aus den oben genannten Gründen nur bei den kurzen Pulsen der Stosswellen, nicht aber bei den langen Pulsen der ballistischen Druckwellen möglich.

Mit dieser Fokussierung ist deshalb eine gezielte maximale Wirkung in der Tiefe des Gewebes an der gewünschten Stelle möglich. Die umliegenden Gewebeabschnitte werden grösstmöglich geschont.