Juli 2002    Anerkennung der ESWT in Deutschland!!

In Deutschland hat sich etwas getan! Die Senatsverwaltung für Inneres teilt in einem Schreiben vom 7.6.2002 folgendes mit:

Auf Grund medizin-fachlicher Stellungnahmen der zuständigen Fachgesellschaften sollen künftig die Aufwendungen für die ESWT bei folgenden Indikationen
  • Tendinosis calcarea (Kalkschulter)
  • Epicondylitis humeri radialis (Tennisellbogen)
  • Fasciitis plantaris (Fersensporn)
  • Pseudarthrosen (nicht heilende Knochenbrüche)

beihilfefähig sein.

Damit wird die ESWT in Deutschland entsprechend wissenschaftlich und wirtschaftlich anerkannt und bezahlt.

In einem andern Schreiben teilt die Deutsche Postbeamtenkasse am 25.07.2002 folgendes mit:

Aufwendungen für eine ESWT galten bislang bei orthopädischen, chirurgischen und schmerztherapeutischen Indikationen als wissenschaftlich nicht allgemein anerkannt. Aufgrund unserer derzeitigen Vorgaben liegt allerdings mittlerweile ein wissenschaftlich gesicherter Nachweis bezüglich der Anwendung der ESWT bei folgenden Indikationen vor:
  • Tendinosis calcarea (Kalkschulter)
  • Epicondylitis humeri radialis (Tennisellbogen)
  • Fasciitis plantaris (Fersensporn)

Die Aufwendungen für eine ESWT können damit auch bei diesen Diagnosen dem Grunde nach beihilfe- und erstattungsfähig betrachtet werden.

Damit wurden die Konsequenzen gezogen aus den mittlerweile vorliegenden EBM-höchstklassigen Studien.

Kontroverse Diskussionen werden wohl auch in Zukunft nicht zu umgehen sein. Obwohl die ESWT mittlerweile anerkanntermassen zu den best untersuchten Behandlungsmöglichkeiten gehört, spielen Partikularinteressen von Einzelnen oder Gruppierungen weiterhin eine Rolle.

Wir versuchen, die oben erwähnten Studien zu erhalten und auf unserer Homepage zu publizieren bzw. Links dazu einzubauen.

Vielleicht wird dann auch in Bern wahrgenommen, dass der Schweizer Patient sich nicht speziell vom Rest der Welt unterscheidet. Ob sich die zuständigen Politiker aber noch (oder wieder) damit befassen werden, steht leider noch in den Sternen.

B. Dubs

10.12.2002