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Schweizerische Gesellschaft für Stosswellen-TherapiePräsident: Dr. med. Beat Dubs
Privatklinik Bethanien
8044 Zürich
Tel. 01 252 99 11
Fax 01 252 99 12
Jahresbericht 1999 Schweiz. Gesellschaft für Stosswellentherapie SGST
Im Berichtsjahr 1999 wurde wiederum vorallem Hintergrundarbeit geleistet.
Eine multizentrische Studie ist eingeleitet worden an der folgende Kliniken partizipieren:
- Privatklinik Bethanien Zürich
- Rheumatologie USZ Zürich
- Rheumatologie KS Luzern
- Orthopädie KS St. Gallen
Ziel ist, etwa 100 Patientenverläufe zu sammeln und auszuwerten, um die Resultate der ELK vorlegen zu können, welche von uns erwartet, dass wir das Rad noch einmal neu erfinden....
Zu unserer Befriedigung gehen immer mehr Kassen dazu über, auf freiwilliger Basis einen Beitrag an die ESWT-Behandlungskosten zu übernehmen. Von den grossen Kassen sind dies die Visana, die Helsana, neu auch die SWICA sowie die Sanitas. Nach wie vor generell ablehnend verhalten sich Wincare, Konkordia, Christlichsoziale sowie die KPT. Einige weitere Kassen verhalten sich unterschiedlich, wobei die Kriterien für uns nicht durchsichtig sind.
Anlässlich der Generalversammlung 1999 vom 16.5.98 konnten 4 ordentliche Aktivmitglieder, 1 ordentliches Passivmitglied sowie 3 Firmenmitglieder aufgenommen werden.
Die Print-Medien haben inzwischen mehrfach über die ESWT publiziert und auf den gängigen Fernsehsendern waren ebenfalls Ausstrahlungen zu sehen. Das Publikumsecho war sehr gut und wir haben fast 1000 Listen der Stosswellenanbieter in die ganze Schweiz versandt.
Eine Firma aus Deutschland (EMS medical, Konstanz) preist Geräte an mit der Bezeichnung "Radiale Stosswellentherapie". Diese Technik entspricht aber nicht der fokussierten ESWT-Technik, wie wir sie kennen. Eine Autorengruppe hat mehrere Publikationen darüber verfasst, wobei der Verdacht, dass es sich um praktisch dieselbe Auswertung handelt, die unter verschiedenen Titeln und mit kombinatorisch ausgewechselten Autoren-Namen publiziert wurde, nicht vollständig ausräumen lässt. Sicher dürfte es interessant sein, diese Methode zu beobachten und weitere Daten zu sammeln.
Leider beginnt sich auch in der Schweiz vereinzelt eine Entwicklung abzuzeichnen, wie sie vor Jahren schon in Deutschland zu beobachten war. Niedergelassene Praktiker mieten von Zeit zu Zeit ein ESWT-Mobilgerät und lassen scharenweise Patienten durch den Firmen-Techniker behandeln, ohne Ortungssystem und ohne eigene Präsenz. Mehrere entsprechende Patientenklagen sind denn auch bei unserer Gesellschaft deponiert worden. Sicher kann die Anwendung dieser Therapieform de jure nicht verhindert werden, jedoch müssten wir in unserer Gesellschaft Wert darauf legen, dass nur Mitglieder aufgenommen werden, bei denen die entsprechenden Voraussetzungen garantiert sind, dass die Behandlungsrichlinien erfüllt bleiben.
Offen ist nach wie vor die Tarifierung der ESWT im neuen TARMED-Tarif, eine entsprechende Nomenklatur ist noch nicht ausgearbeitet und die Taxpunktwerte bzw. Minutagen sind noch nicht festgelegt.
Dr. med. Beat Dubs